Dominierende Westfassade mit starkgegliedertem Portal und
einem eigenartig schmalen fünfgeschossigen Turm, 1775 auf Veranlassung durch den
Grafen Antonius von Leslie (Stiftungstext am Triumphbogen) von
dem Baumeister Josef Hueber und dem k.u.k.Hofmaler Maria Theresias,
Josef Adam Ritter von Moelckh, im Sinne des Spätbarock kühn neu
gestaltet; nur das Äußere blieb gotisch, das Innere umgewandelt.
Die Wände und die 6 achteckigen Säulen sind
reich geschmückt. Die Apsis und die 3 Kirchenschiffe zeigen hervorragende Deckenmalereien
mit biblischen und hagiographischen Themen.
Ziel von jahrhundertlangen Wallfahrten ist die "Pernegger
Madonna" (1530) am mächtigen Hochaltar, umgeben von der "Heiligen Sippe".
Weitere Besonderheiten: das großflächige Marmorgrabmal des Gallus Frhr. von
Racknitz (1590, Jeremias Franck), das bedeutendste protestantische
Grabmal der Protestanten in der Steiermark, ebenso die 4 Totenschilde
im Kircheninneren. Nach der zur Zeit angelaufenen Renovierung soll
die seit der letzten Jahrhundertwende eingeschlagene Wallfahrerbewegung
reaktiviert werden.